Das Prüfverfahren zur BITV


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Prüfschritt 2.1.2a
Keine Tastaturfalle

Technische Angaben

Version Aktuell
BITV-Bedingung 2.1.2 Keine Tastaturfalle
WCAG-Erfolgskriterium 2.1.2 Keine Tastaturfalle
Bewertungsalternativen ja / nein
Gewichtung hohes Gewicht (3 Punkte)
Bezieht sich auf einzelne Webseite
Prüfschritt erfüllt Der Inhalt führt nicht zu einer Tastaturfalle.

Was wird geprüft?

Kann der Tastaturfokus auf ein Element der Seite bewegt werden, muss er auch von diesem Element wieder wegbewegt werden können. Der Inhalt darf keine Tastaturfalle erzeugen.

Warum wird das geprüft?

Die Bedienung soll geräteunabhängig möglich sein. Das bedeutet: Sie muss sowohl mit der Maus als auch mit der Tastatur möglich sein.

Auf die Tastaturbedienbarkeit angewiesen sind zum Beispiel viele motorisch eingeschränkte Menschen oder Blinde.

Wie wird geprüft?

1. Anwendbarkeit des Prüfschritts

Der Prüfschritt ist immer anwendbar.

2. Prüfung

  1. Seite im Internet Explorer aufrufen.
  2. Mit der Tabulatortaste die Links und Formularelemente durchgehen.
  3. Prüfen, ob alle Links und Formularelemente erreicht und wieder verlassen werden können.
  4. Seite in Firefox aufrufen und Schritte 1 bis 2 wiederholen.

3. Hinweise

3.1. Allgemeine Hinweise

  • Probleme bei der Bedienung werden in der Regel durch die Verwendung von JavaScript verursacht. Die Prüfung erfolgt also bei eingeschaltetem JavaScript.
  • Zur Unterstützung kann man sich mit der Web Accessibility Toolbar Eventhandler anzeigen lassen, die zu Problemen bei der Tastaturbedienung führen könnten. Allerdings werden nicht alle Eventhandler erkannt, die Anzeige der Toolbar kann nur als Indiz für Probleme genutzt werden. Man kann auch andere Tools dafür verwenden. Wichtig ist, dass auch dynamisch generierte Eventhandler erkannt werden.

3.2. Hinweise zu Tastaturfallen

  • Flash-Objekte sind nur im Internet Explorer problemlos erreichbar und verlassbar, nicht im Firefox. Während in älteren Firefox-Versionen das Flash-Objekt gar nicht mit der Tastatur erreichbar war und deshalb auch keine Tastaturfalle erzeugte, wird seit der Firefox-Version 4 das Flash-Objekt zwar erreicht, kann aber nicht mehr mit der Tastatur verlassen werden. Ein Workaround existiert mit FLASH17: Bereitstellung eines Zugangs per Tastatur auf ein Flash-Objekt und Vermeidung einer Tastatur-Falle. Der Workaround hat allerdings auch selbst Nachteile und ist nicht immer einsetzbar. Dennoch wird unter den geänderten Umständen der Einsatz von Flash ohne Workaround mit "nicht erfüllt" bewertet.
  • Bei der Einbindung von Karten über Google maps kommt es unter bestimmten Bedingungen zu Tastaturfallen im Firefox Browser, nämlich dann, wenn nicht die gesamte Karte im sichtbaren Bereich enthalten ist. Dies ist als Browser-Bug zu werten und führt nicht zu einem Punktabzug.
  • Wenn die Tastaturfalle verhindert, dass man Inhlte nach der Tastatrufalle erreicht, dann ist eventuell auch Prüfschritt 2.1.1a "Ohne Maus nutzbar" nicht erfüllt!

4. Bewertung

Erfüllt:

  • Es gibt keine Tastaturfallen.

Nicht erfüllt:

  • Wesentliche Inhalte und Funktionen sind im Internet Explorer oder in Firefox aufgrund einer Tastaturfalle mit der Tastatur nicht erreichbar oder nicht bedienbar.

Einordnung des Prüfschritts

Formulierung BITV 2.0

2.1.2 Keine Tastaturfalle

Kann der Tastaturfokus durch Verwendung einer Tastaturschnittstelle auf ein Element der Seite bewegt werden, muss der Fokus über die Tastaturschnittstelle auch von diesem Element wegbewegt werden können. Sind hierfür mehr als die Standard-Pfeil- oder -Tab-Tasten erforderlich, sind die Nutzerinnen und Nutzer darüber zu informieren, mit welcher Methode der Fokus weg-bewegt werden kann.

Einordnung des Prüfschritts nach WCAG 2.0

Guideline

Success criteria

Techniques

General Techniques
Flash Techniques
Failures

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