Das Prüfverfahren zur BITV 2.0


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Prüfschritt 2.4.5a
Alternative Zugangswege

Technische Angaben

Version Aktuell
BITV-Bedingung 2.4.5 Alternative Zugangswege
BITV 1.0-Entsprechung Neu. Löst 13.3.1
Bewertungsalternativen ja / eher erfüllt / teilweise erfüllt / eher nicht erfüllt / nein
Gewichtung mittleres Gewicht (2 Punkte)
Bezieht sich auf gesamten Webauftritt
Prüfschritt erfüllt Zwei unterschiedliche Zugangswege zu den Inhalten des Angebots sind vorhanden.
Prüfschritt nicht anwendbar Das Webangebot ist nicht informationsorientiert oder es besteht nur aus einer Seite.

Was wird geprüft?

Es gibt mindestens zwei unterschiedliche Zugangswege, um zu den Inhalten des Angebotes zu gelangen.

Warum wird das geprüft?

Benutzer bevorzugen verschiedene Zugangswege, um zu Inhalten zu gelangen. Manche orientieren sich an hierarchischen Navigationsmenüs, andere nutzen ein Inhaltsverzeichnis (Sitemap), noch andere ziehen eine Suchfunktion vor. Gerade sehbehinderte Benutzer kommen oft schneller über eine Suche zu den gewünschten Inhalten.

Deshalb sollte das Angebot verschiedene Zugangswege zu den Inhalten bereitstellen.

Wie wird geprüft?

Anwendbarkeit des Prüfkriteriums

Das Prüfkriterium ist anwendbar, wenn das Webangebot informationsorientiert ist und aus mehr als einer Seite besteht.

Prüfung

  1. Das Angebot auf vorhandene Zugangswege hin betrachten. Übliche Zugangswege sind:
    • Durchgängig verfügbare Navigationsmenüs
    • Inhaltsverzeichnis (Sitemap)
    • Suchfunktion (direkt über ein Sucheingabefeld oder über Verlinkung auf eine zentrale Suchseite)
    • Alle Seiten des Angebots sind von der Startseite her verlinkt oder auf jeder Seite des Angebots verlinkt (nur für kleine Sites geeignet)
    • Sequenzielle Verlinkung aller Seiten (höchstens für kleine Sites geeignet, oder für Sites, in denen die Wahrnehmung der Seiten in einer bestimmten Reihenfolge sinnvoll ist)
    • als Teil eines Prozesses erzeugte Seiten (etwa als Ergebnis einer Transaktion)
  2. Gibt es mindestens zwei Zugangswege, etwa eine hierarchisches Navigationsmenü und eine Suchfunktion, oder ein Navigationsmenü und ein Inhaltsverzeichnis (Sitemap)?
  3. Zugangswege stichprobenartig ausprobieren, um deren Funktionsfähigkeit zu überprüfen

Hinweise

  • Es wird nicht gefordert, dass hierarchische Navigationsmenüs die tieferen Ebenen des Angebots vollständig abbilden.
  • Es spielt für dieses Prüfkriterium keine Rolle, ob Navigationsmenüs vertikal oder horizontal orientiert sind. Sie sollen aber als eigenständige Bereiche kenntlich sein.
  • Die Kombination aus hierarchischem Hauptmenü und untergeordneten Bereichsmenüs git als ein Zugangsweg.
  • Ein hierarchischer Navigationspfad (Breadcrumb) ist sinnvoll. Er gilt jedoch nicht als eigenständiger Zugangsweg, da er nur die Navigation zu höheren Ebenen der Seitenhierarchie erlaubt, nicht den Zugang zu weiter unten liegenden Ebenen.
  • Bei kleinen Angeboten mit nur wenigen Seiten, die alle von der Startseite verlinkt sind, gilt diese gleichzeitig als Sitemap, sofern auf allen Unterseiten des Angebotes deutlich ein Link auf die Startseite angeboten wird.
  • Bei sequenziellen Prozessen kann es sinnvoll sein, dass außer der Navigation zu folgenden und vorhergehenden Prozessschritten keine weitere Navigation angeboten wird. Denn die Seiten (oder Instanzen) des Prozesses machen nur innerhalb des Gesamtprozesses Sinn und sollen nicht einzeln erreichbar sein. Hier sollte das Fehlen weiterer Navigationsoptionen nicht negativ bewertet werden.

Einordnung des Prüfschritts

Formulierung BITV 2.0

2.4.5 Alternative Zugangswege

Es werden alternative Möglichkeiten angeboten, um Inhalte und Webseiten innerhalb verbundener Webangebote zu finden. Dies gilt nicht für Seiten, die nur über eine bestimmte Prozedur erreicht werden können.

Einordnung des Prüfkriteriums nach WCAG 2.0

Guideline

Success criterion

Techniques

General Techniques

Quellen

Multiple Ways - Specific Benefits of Success Criterion 2.4.5:

  • Providing an opportunity to navigate sites in more than one manner can help people find information faster. Users with visual impairments may find it easier to navigate to the correct part of the site by using a search, rather than scrolling through a large navigation bar using a screen magnifier or screen reader. A person with cognitive disabilities may prefer a table of contents or site map that provides an overview of the site rather than reading and traversing through several Web pages. Some users may prefer to explore the site in a sequential manner, moving from Web page to Web page in order to best understand the concepts and layout.
  • Individuals with cognitive limitations may find it easier to use search features than to use a hierarchical navigation scheme that be difficult to understand.

Quelle: Multiple Ways: Understanding SC 2.4.5

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